10. Oldtimertag Donauwörth
Samstag 24. August 2024
Unter der Schirmherrschaft der City Initiative Donauwörth stellen zum 10. mal in Folge die Käfer- und Oldtimerfreunde Nordschwaben unter der Leitung von Peter Hurle, einen Oldtimertag auf die Beine und nicht zuletzt aufgrund langer Tradition und wegen vielfältiger freundschaftlicher Verbundenheit zu den Nordschwaben, wird auch wieder eine Truppe Deloreaner vor Ort sein.
Rückblicke:


























Rückblick 2018:


Rückblicke 2018
Auch die Deloreaner Diana und Sven wollten es sich nicht nehmen lassen, einmal zur Probe zu sitzen, aber ACHTUNG! HOHES SUCHTPOTENTIAL!
Schülerhilfe? ...und die Delo-Girls bei bester Laune!
Vollversammlung und Kennerblick.
Weißenhorns fein restaurierte Güllepumpe gleich gegenüber Goldfingers Dienstwagen
Gelbsucht als Motto 2018.
500 Fiat-Kubik neben 500 Dodge-Viper-PS und Delo Nummer 9 auf der Heilig-Kreuz Wiese.
"ARIANE" aus Starnberg! Bäcker Franz, wär das was für Euren Familienfuhrpark? (Insider)

DELOREAN MONUMENT #1

Die Geschichte des DELOREAN MONUMENT #1 beginnt im Jahr 2016. Oder im Jahr 1986. Oder im Jahr 2022? 2024? Wohl besser: schön der Reihe nach:
1986 Alex Ludden erfüllte sich in California den Wunsch nach einem Delorean und kaufte sich seinen DMC12 VIN01968.
2016 Wildfire in Gatlinburg
Am 23. November 2016 wütete in den Smoky Mountains um Gatlinburg entlang der Chimney Tops 2 das wohl schlimmste Feuer in Tennessee der vergangenen 100 Jahre und dieses hatte neben etwa 2800 Häusern auch 14 Menschenleben gekostet.

2022 Die „Mechanics Tour 2022“ führte Wolfgang in die USA, wo er in Arizona von einem lieben Freund und Weggefährten aus der Delorean Szene einen alten Porsche 924 übernahm um damit eine etwa 2-monatige Reise um die Vereinigten Staaten zu unternehmen. Auf dieser Reise kam es zu einigen Treffen und Begegnungen mit Kunden, Freunden und Bekannten und somit auch zum Besuch in Gatlinburg bei Familie Ludden. Andrea, Alex und deren Vater Rolf betreiben dort das Salt & Pepper Shaker Museum und zählen auch zu den langjährigen internationalen Wegbegleitern aus der Delo Szene.
Wolfgang wusste wohl um den durch das Feuer verursachten Totalverlust von VIN01968, doch hatte Alex nach einem gemeinsamen Kaffee + Kuchen – Nachmittag angefangen von seinem Wagen zu erzählen. „Möchtest Du meinen Delorean sehen?“ In dem Wissen, dass der Wagen durch das Wildfire vor 6 Jahren vollständig zerstört wurde, war Wolfgang doch geringfügig verwirrt und die Beiden machten den Weg um das Haus und unter den ausladenden Balkon an der Ostseite des Gebäudes.
Da stand er nun, sein Delorean. Naja, kein vollständiger Wagen, doch hatte Alex die von der Feuersbrunst übrig gelassenen Karosserieteile eingesammelt und aufbewahrt. Das Edelstahl nicht mehr edel, die von Giugiaro einst messerscharf gezeichneten Linien nicht mehr gerade, doch alles in allem noch als Fragmente seines wundervollen Wagen, eines DMC12, erkennbar.
Und dann begann Alex zu erzählen. Von den ersten Jahren, von Ersatzteilsuche in der Zeit vor Internet, von Pannen, Reparaturen in Eigenregie, Nachbarschaftshilfe, Carnapping auf dem Weg zur Tankstelle an einer roten Ampel unter vorgehaltener Waffe, dem Polizeieinsatz nach nur wenigen Minuten an der nächsten Tanke, wo der Dieb den Delo auffallend untalentiert betanken wollte, Geschichten und Erinnerungen sprudelten aus ihm heraus und er hatte ein wundervolles Strahlen in den Augen. Eine Freude ob all der wunderbaren Erinnerungen, eine Dankbarkeit über all die Momente und Begegnungen die er in den 30 Jahren mit dem Wagen erleben durfte.
Da war nicht ein Hauch von Wehmut, keine Silbe von Trauer oder gar Ärger über den Verlust zu spüren. Alex war zutiefst beglückt und zufrieden mit den Erinnerungen die all die Jahre mit sich brachten.
Da stand nun Alex, strich mit der Hand liebevoll, ja fast schon zärtlich über das von der Hitze des Brandes verformte Blech der Fahrertüre, der Türe die er in den 30 gemeinsamen Jahren so oft auf und zu gemacht, die jetzt rostig und verbeult, von den Flammen ihrer brenn- und schmelzbaren An- und Einbauten beraubt, an der Hauswand lehnte.

Dieser Moment hatte Wolfgang zutiefst beeindruckt und einmal mehr die ihm eigenen Lebensphilosophie „creating memories“ gefestigt. Alex hat das gemacht. Er hat 30 Jahre Erinnerungen gesammelt. Leichte und schwere, schöne und auch manchmal anspruchsvolle, doch das was blieb ist wundervoll. Erinnerungen an eine tolle Zeit mit einem Delorean DMC12!
Und so war die Idee, ja der Anspruch geboren, aus diesen Resten einer 30-jährigen Verbindung ein Bild zu schaffen um das HIER und JETZT zu loben, den Wert des Moments deutlich zu machen und zu zeigen wie sehr FREUD und LEID, LUST und LEIDENSCHAFT die auch manchmal Leiden schafft, beisammen liegen.
Die Geschichte von Alex aus den USA soll uns alle auf der ganzen Welt inspirieren und berühren.
Es ist dazu auch noch eine Geschichte von Freundschaft weit über die Grenzen der Länder dieser Welt hinaus, eine Geschichte von internationaler Gemeinschaft, eine Geschichte von Bestand und Vergänglichkeit.
Viele Menschen aus der Delorean Szene und darüber hinaus haben den Totalverlust von VIN01968 bedauert, doch bleibt nun mit unserem DELOREAN MONUMENT #1 die Erinnerung erhalten.
Ein Denk-mal das zum verweilen lädt, ein Monument für einen Traum der niemals endet.
Die ganze Familie Ludden liebte den Gedanken aus den Teilen etwas zu gestalten vom ersten Moment an und 2023 war Alex dann bereit die Teile gehen zu lassen. Lustiger Zufall, wenn man an so was wie Zufall glauben mag: An dem Tag, an dem Wolfgang die Nachricht von Alex erhielt, dass Dieser die Teile abgibt, hatte Wolfgang nur ein paar Stunden vorher eine Email von Jason, einem befreundeten Mechaniker aus Florida, erhalten. Inhalt der Nachricht: Die Arbeiten zur Mobilmachung von Wolfgangs 31ft AIRSTREAM sind abgeschlossen und der Travel Trailer steht ab heute in Florida zur Verbringung zum Hafen und somit zur zeitnahen Verschiffung bereit.
Jetzt galt es also noch die Delorean Teile von Gatlinburg in Tennessee nach Lake Wales in Florida zu verbringen, was Alex sich nicht abnehmen ließ und er mit dem Minivan der Familie erledigen konnte. Jason und Alex sprachen sich ab und nach 660 Meilen einfacher Strecke, was etwas über 1000 Kilometern entspricht, hatte Alex das letzte mal auf US Amerikanischen Boden Kontakt zu seinem Delorean. Die Teile wanderten in den Bauch des silbernen Aluminium Wohnwagen und die Reise nach Europa konnte beginnen.
Jason zog den AIRSTREAM ein paar Tage später nach Jacksonville, von wo aus der Trailer seine Reise per roll on - roll off - Schiffspassage antrat und ein paar Wochen später in Antwerpen Belgien zur Abholung bereit stand. Samt der Karosserie von VIN1968 an Bord. Von dort sammelte Wolfgang den Wohnwagen ein, erledigte in den Niederlanden noch alle Zollformalitäten und das Gespann inkl. VIN01968 Karosserie rollte dann nach Adelsried. Endziel einer langen Reise.



2024 Am 20. April war es soweit und das DELOREAN MONUMENT #1 wurde im Rahmen des Saisonauftakt 2024 des team-deloman auf deren Gelände in Adelsried, Deutschland, feierlich enthüllt. Hier ragt nun die Karosserie von VIN01968 mit ausgebreiteten Flügeln aus einem Flammenkreis schräg in den Himmel.




Zur regelmäßig gestellten Frage nach Einfuhr und Zoll für die Teile sei zu sagen, dass die rostigen und zerbeulten Trümmer als Ladung im AIRSTREAM bei der Einfuhrkontrolle niemand störten und weitere Ladung, Reifensätze für Delorean, waren ordnungsgemäß angegeben und verzollt.
Auch gab es keine Anzeichen dafür, dass der Wohnwagen zu irgendeinem Zeitpunkt zur Überprüfung geöffnet wurde. So sind AIRSTREAM und die Teile am 30. August 2023 um halb 2 Uhr Morgens auf dem Gelände vom team-deloman in Adelsried angekommen.
Tagesziel erreicht!
Am DELOREAN MONUMENT #1 sind vom Name DELOREAN nur die Buchstaben E – L – R – A – N verbrannt dargestellt, da nur diese ehemals in die entsprechenden Vertiefungen an der hinteren Stoßfängerverkleidung aus Kunststoff eingeklebten Buchstaben nach dem verheerenden Feuer zurückgeblieben sind. Die fehlenden Buchstaben waren nicht mehr aufzufinden.

Technisches:
Der filigrane Rahmen des DELOREAN MONUMENT #1 besteht aus Stahlrohr schwarz, geschweißt mit Naht und in den Dimensionen 1 ¼ Zoll, 1 Zoll und ½ Zoll. Die 1 Zoll Rohre kommen ausschließlich aus unserem Lagerbestand und diese Rohre haben im alten Betrieb für über 20 Jahre als Reifenregale ihren Dienst getan. Der Stahlrohrrahmen wurde nach Fertigstellung und Anpassung der Teile mit Metalllack hellsilber lackiert, Grundierung dick per Pinselauftrag und Deckschicht im Niederdruckspritzverfahren. Die Rohre wurden zum Abschluss mit Hohlraumwachs versiegelt und die offenen Enden mit hellgrauen Kunststoffstopfen verschlossen um zum einen das direkte Eindringen von Wasser und zum Anderen das Austropfen von Hohlraumwachs zu unterbinden.






Die Karosserieteile sind auf dem oberen Teil des Rahmen verschraubt und verklebt und dieser obere Teil ist in den unteren Teil, den Tragbügel, eingesteckt. Somit lässt sich das DELOREAN MONUMENT #1 im Grunde auch zerlegen und mit handelsüblichen Methoden / in einem geschlossenen Autotransporter oder LKW mit Kasten, transportieren.
Der Flammenring besteht aus Edelstahl. Der Grundrahmen aus ¾ Zoll Rohrleitung und sowohl der Flammenring als auch die Verbindungsbögen zwischen Grundrahmen und Flammenring aus 8mm Rundmaterial, alles zusammengefügt im MiG Schutzgasschweißverfahren.
Der Grundrahmen ist zweigeteilt und per innen eingeschobenen Messingbolzen mit Madenschrauben aus Edelstahl an den jeweiligen Trennstellen zusammengefügt und von unten durch diese Madenschrauben gesichert. Diese Verbindungen sind bei direkter Betrachtung des DELOREAN MONUMENT #1 nicht sichtbar.
Der Titel DELOREAN MONUMENT #1 entstand bereits ein Jahr früher, da wir aus den Karosserieteilen eines der auf unserer Delorean World Tour unfallbeschädigten DMC12, dem DWT#1 per Straßenwalze ein Bild erschufen, das seit dem unter dem den Titel DELOREAN MONUMENT #2 eine Wand in der Werkstatt vom team-deloman ziert. Die Idee und das virtuelle Bild von DELOREAN MONUMENT #1 hatte Wolfgang bereits in 2022 beim ersten Kontakt mit den Teilen und Alex Erzählungen im Sinn.



Rückblicke:


Alex und sein Delorean


Perspektiven


Alex Ludden nebst Schwester Andrea waren im Mai 2024 zu Besuch um das DELOREAN MONUMENT #1 erstmals live zu erleben. Es waren bewegende Momente und einmal mehr gute Gespräche. "creating memories" als Lebensinhalt, eine wundervolle Attitüde!
Hier die Details zum anstehenden Abschlußgegrille in Neulangsow bei Werbig bei Seelow im Märkischen Oderland im Oderbruch:
DO 31.10.
Frühanreiser + come together + Abendessen im „RHODOS“ in Seelow
FR 01.11.
Ankunft aller Teilnehmer
13:00 Schrauberworkshop an der Kaufhalle, wir bauen Berts Kraftstoffpumpen Kram zusammen und beantworten technische Fragen rund um den Delorean, dazu werden Kaltgetränke / Kaffee / Kuchen / Glühwein? (in Abhängigkeit der Witterung) gereicht.
18:00 Grill anheizen / Abendprogramm / Bilderstrecken unserer Reisen per Beamer / ...
SA 02.11.
10:30 Classic Car and Bike Frühschoppen an der Kaufhalle
14:00 Ausfahrt ins Oderbruch / nach Polen / Kaffee+Kuchen / Eisdiele?
18:00 Abendessen im Landhaus Treptow in Letschin
im Anschluss: Absacker am Lagerfeuer an der Kaufhalle / im Gemeindesaal / in der Feuerwehr
SO 03.11.
10:00 last Coffee an der Kaufhalle und good bye all together!
HOTELS zum selber buchen
>Brandenburger Hof Seelow www.hotel-brandenburgerhof.de
>Waldhotel Seelow www.waldhotel-seelow.de
>? Wagner in Golzow www.gasthaus-pension-wagner.de/
(Wagner wohl bereits ausgebucht)
>Schloß Hardenberg www.schlossneuhardenberg.de
(wer es besonders schick haben mag)
wer kommt?
Anmeldungen bis 16.10. an Bert oder Wolfgang

Unter dieser Überschrift lässt sich die folgende Geschichte vortrefflich beschreiben.
Es trug sich zu in Tucson Arizona, als der Antrieb des 2005er GMC SIERRA 2500 HEAVY DUTY Pick Truck mehr Geräusche verursachte, wie mir genehm und somit galt es einen Fachbetrieb für Getriebe und Differenziale zu finden. Nach ein wenig Suchmaschinenrecherche und ein paar Emails und Telefonaten ergab sich ein kurzfristiger Termin bei Tucson Transmission & Auto Repair. Mike, die Stimme am Telefon und wie sich im Verlauf der Geschichte herausstellte, mit seinem Cousin Norman Leiter des Betriebs, hat mir für heute, Freitag vor dem Neujahrswochenende noch eine gemeinsame Annahmefahrt angeboten.
Gegen 3:00Uhr Nachmittags (in den USA gibt es kein 15:00Uhr, nur "am" und "pm" und pm entspricht unserem Nachmittag) war ich vor Ort, konnte mit Mike eine Proberunde drehen und unser beider Annahmen aufgrund von Charakteristik des Geräuschs waren zu 100 Prozent deckungsgleich. "Differential Bearing" was soviel wie Hinterachslager bedeutet.
Mike hat u.a wegen meines AIRSTREAM erkannt, dass hier zeitnah eine Lösung her muß und hat einen Termin gleich für den kommenden Dienstag, den 02. Januar und somit ersten Arbeitstag 2024 um 09:00Uhr angeboten.
Es wurde Wochenende, es wurde Neujahr 2024 und ich stand am Morgen des 02.01. nebst SIERRA rechtzeitig zur Annahme in Mike's workshop bereit. Der Wagen wurde in der ziemlich stark frequentierten Werkstatt über verschlungene Wege auf eine geeignete Hebebühne buchsiert und Isaak, ein junger Kollege der ständig einen klassischen hellen Statson Cowboyhut trug, blieb im Auto sitzen um den Antrieb laufen zu lassen.
Mike holte mich dazu und das bereit gelegte Stethoskop wurde nicht benötigt; der Lagerschaden war auch ohne besondere Hilfsmittel eindeutig aus dem Eingangsbereich der Hinterachse zu verorten.
Währendessen schlenderte ich über das Gelände und da stand ein wilder Mix an verschiedensten Fahrzeugen. Hersteller von A wie Audi, B wie Buick, C wie Chrysler, D wie Dodge, E wie Edsel, F wie Fiat, H wie Hummer, Oldtimer von Cadillac und Lincoln, ein Charger R/T, ein HotRod, Boote, Porsche, Käfer, Kickeriki! Ein bunter Reigen zur Abdeckung von Mobilitäts Bedürfnissen unterschiedlichster Natur.
Vor dem Gebäude stand geparkt ein Porsche Boxster S, der rote Decklack unter der Sonne Arizonas stark verblasst und in großen Bereichen abgelöst, zwei Reifen platt und der ganze Zustand konnte als uneingeschränkt bedauerlich bezeichnet werden. Um die platten Reifen war bereits Gras und sonstige Kräuter gewachsen, was auf eine längere Standzeit schließen ließ. Aber es ist immer noch ein Porsche, ein Boxster der ersten Generation, Scheinwerfer wie Spiegeleier, wenn auch verlebt, verbrannt und abgestellt.Mike: "der steht hier schon seit drei Jahren."
W: "und warum wird er nicht repariert?"
Mike: "keiner meine Jungs mag die Kiste anfassen."
W: "...und warum mag den keiner anfassen?"
Mike: "da waren Ratten drin" und nach kurzem Zögern und etwas leiser: "und es ist ein Porsche. Keiner hier mag Porsche."
W: "can I have a look insinde?" "darf ich da mal reinschauen?"
Mike:"of course!" "natürlich!"
Und so hat es sich ergeben. Als Erstes galt es die Hauben des Wagen zu öffnen, was nach Mikes Angaben bereits vor 3 Jahren nicht funktioniert hat. Die Front- und Heckklappen werden über elektrisch angesteuerte Servomotoren geöffnet und die Batterie des Wagen befindet sich unter der geschlossenen Frontklappe und ist nach 3 Jahren Standzeit selbstverständlich leer und vermutlich auch mausetot. Doch sind die Türen unverschlossen und auch die Wagenschlüssel, 2 Stück an der Zahl, liegen auf dem Beifahrersitz.
Gewusst wie: beim zur Rede stehenden Wagen gibt es am Sicherungskasten links im Fahrerfußraum einen Kontaktstift den man herausziehen kann um über diesen die Entriegelungsanlage extern mit Spannung zu versorgen. Somit lässt sich die Frontklappe öffnen und durch überbrücken der nun zugänglichen Starterbatterie ist auch die Heckklappe schnell entriegelt. Soweit, so gut.
Zugang zum Motorraum gibt es bei diesem Modell erst, wenn das Verdeck ein Stück weit in die sog. Serviceposition geöffnet wird. Es bleibt spannend, was die Ratten alles an- und abgeknabbert haben und ob die Verdeckhydraulik noch mit Spannung versorgt und somit automatisch agieren kann.Dankenderdweise waren die Nager in diesem Bereich wohl nicht aktiv und nach Sicherstellung einer stabilen Spannungsversorgung konnte die elektrohydraulische Verdecksteuerung das Gestell in Servicestellung bringen und der Zugang zur Motorraumabdeckung wurde frei.
Teppichverkleidung raus, die sechs Drehverschlüsse jeweils 90 Grad nach links geöffnet und der Deckel konnte abgehoben und über der Heck aus dem Wagen genommen werden. Und da war es nun, das Ausmaß, bzw. die prall gefüllte Speisekammer der amerikanischen Buschratten, hier "Packrats" genannt. Der Motorraum war bis Unterkante Deckel vollgestopft mit Futtervorrat. Orangen, Bohnen, Nüsse und alle möglichen Hülsenfrüchte waren bis in die letzten Winkel des Motorraums eingelagert, ja eingepresst!
Handschuhe, Staubsauger, Langhalszange, eine leere Kiste und auf geht's! Etwa 3 Stunden (!) später hat die gröbste Menge des Wintervorrats unserer Rattenfamilie den Weg in den Sauger und die Kiste gefunden. Nach Abbau eines Teils der Ansaugverrohrung gab es nochmal eine Stunde Saugerei.


Porsche hat hierzu eine einfache Lösung: Antriebseinheit raus, Kabelbaum neu, u.s.w.
"Einfach" war gestern, Neuteile sind auf die Schnelle nicht zu bekommen und ausserdem habe ich ja nur 2 bis 3 Tage Zeit um die Büchse wieder ans laufen zu kriegen. Also heißt es kreativ zu sein und erst mal Werkzeuge und Material zu sammeln. Das Team von Mikes Werkstatt war ob der Fortschritte der letzten Stunde leicht beeindruckt, wohl auch darum umfassend hilfsbereit und schnell hatte ich Kabel, Schrumpfschläuche, Lötstation nebst Zinn, Mini-Heissluftfön und Mikes vollständigen metrisch eingerichteten Werkzeugwagen zur freien Verfügung.
So konnte der Spaß losgehen und nach Abbau der Heckklappe und Abdeckung der Teppiche im Kofferraum mit Karton galt es in diesem kniend die Wege der schadhaften Leitungen zu verfolgen, die einzelnen Litzen heraus zu ziehen, zu verlängern, die Lötstellen per etwa 3cm langen Schrumpfschlauchabschnitten zu verschließen und auf der anderen Seite mit dem passenden Gegenstück zu verlöten. Klingt einfach und ist es irgendwie auch. Leider war die Lötstation nicht gerade High-end und durch die Anwendung draussen bei leichter Brise war es eine Herausforderung, bzw. etwa 48 Herausforderungen, die Wärme dahin zu bekommen, wohin sie denn sein sollte. Stellenweise sollte bei den etwas dickeren Leitungen der Heissluftfön unterstützend für eine lötfreundliche Umgebung um die Lötstelle sorgen.
Nachdem der Motorkabelbaum an sich instandgesetzt, galt es den 5-poligen Stecker zum Luftmassenmesser wieder mit Leitungen zu versehen. Auspinnwerkzeug? Negativ. Also hieß es die fünf etwa 1mm aus dem Steckergehäuse ragenden Kabelenden zu verzinnen und mit einem dünnen Kabel zu verlängern. Geduldsspiel und Nervensache, doch hatte das Problem am Ende das Nachsehen und die Lösung hat gesiegt.



Nächster Schritt: Kraftstoffversorgung. Nach Einschalten der Zündung und drehen des Anlassers sollte bei funktionsfähiger Anlage Druck auf den Kraftstoffrohren über den Einspritzventilen anliegen. Nach abschrauben der Abdeckkappe über dem Druckprüfventil und Druck auf den Ventilstift: Ergebnis: Null. Kein Druck.

Somit schnelle Überbrückung Kraftstoffpumpenrelais und nix passiert. Spannung liegt an Relaissockel und der Sicherung an, die Pumpe pumpt jedoch nicht. Kraftstoffpumpe am Boxster, wo war die doch gleich, unter dem Batterieboden? 4 Muttern M8 gelöst und raus mit der Platte. Da lag sie nun, die Pumpe nebst Anschlussstecker und drei der vier Leitungen sind den Ratten zum Opfer gefallen. Also wieder Heissluftfön für ein lötfreundliches Klima, Lötstation, Zinn, Kabel, Schrumpfschlauch, das Ganze mal 3 / mal 6 und auch diese Baustelle konnte als erledigt betrachtet werden. Die Pumpe wurde nun angesteuert und auch die Tankanzeige bewegte sich in Richtung 3/4, was mich an die lange Standzeit und die die Empfindlichkeit der Porsche Motoren gegenüber altem Kraftstoff erinnerte. Also raus mit der Plörre!
Also einmal mehr Unverständnis geerntet, doch hat man mich mit einem etwa 1,5 Meter langen Schlauchstück weiter werkeln lassen. Anschluss an der Pumpe abgesteckt, Schlauch drauf, Relaissockel gebrückt und raus mit der Suppe. Sauber, leise, unspektakulär.
Nun den Anschluss der Benzinleitung zur Pumpe erneuert, denn auch der wurde von den Ratten bis zur Undichtigkeit zerbissen und dann die Leitung zur Tankentlüftung repariert.
5 Gallonen / etwa 20 Liter frischen Sprit hat der Statson-behutete Isaac geliefert und nun kommt es auf, ob die Mühen der zwei Tage sich gelohnt.
Die Batterie in der Fernbedienung der Zentralverriegelung scheint noch zu reagieren und somit kann verschlossen und entriegelt werden, was beim vorliegenden Modell zur Deaktivierung der Wegfahrsperre dient.
Schlüssel ins Zündschloss, das Porsche-typisch links neben der Lenksäule verbaut, herumgedreht und: Nichts!
Ahh, da war was, US-Modell: Kupplung bis Anschlag durchgetreten, nochmal Zündschlüssel gedreht und da war er, der Motorenklang des 6-Zylinder Boxermotor. Nach nur kurzem 2-Sekunden Anlaßjodler hat der frische Kraftstoff die Brennräume erreicht und das Triebwerk ist gestartet!
Nach 3 Jahren auf Mike's Hof und wer-weiß-wie-lange der Wagen davor schon herum stand, die Kiste läuft wieder!
Noch Luft in die Reifen, alle Abdeckungen wieder an seinen Platz geschraubt und nach insgesamt 17 Stunden Schrauber- und Löterei war das Tagesziel erreicht. Und die Freude der Werkstatt Crew über das Erledigen dieser Arbeit war nicht zu verleugnen. Die waren alle froh, dass sich einer fand, der sich dem Wagen annahm und dann auch noch Erfolg dabei hatte. YESS! Am Abend des zweiten Tages hatte ich somit auch gleich noch das Angebot über eine Festanstellung erhalten.
Was für eine tolle Reise, was für ein irrer Road Trip!Die Feststellbremsbeläge hatte ich unabhängig von der Achsaktion bereits bestellt, doch sind diese bis dato nicht eingetroffen. Mike hat die Fragmente der rostigen Bremsbackenträger gesehen und gleich noch einen neuen Satz geordert.
Am frühen Nachmittag waren dann alle Teile und zusätzlich noch die Radlager und Bremsbacken im Hause und wir konnten alles wieder zusammenbauen, Räder drauf, Öl eingefüllt und Probefahrt. 15:30Uhr: Fertig!
16:00Uhr: Ende der Aktion. Abrechnung: Mike: "we are even. You made it, the Porsche is back alive and I will charge the owner about 1500 Dollar. And you make the most on your Truck by yourself, so we are even"
Heißt frei übersetzt: wir sind quitt! Du hast den Porsche repariert und auch noch am SIERRA mitgearbeitet, also sind wir quitt.
I'm touched und so hat meine Lust am Schrauben sowohl Mike als auch seinen Kunden und auch ganze Werkstatt Crew glücklich gemacht. Und dazu auch noch für die Hinterachse bezahlt. Perfect!

Ende Tag.
VERFÜGBAR AB 15. JULI 2024
Delorean DMC-12
Produktion: November 1981 VIN: SCEDT26T1BD006XXX
Laufleistung abgelesen: 48640 Meilen
innen grau, Automatikgetriebe, deutsche Papiere, H-Zulassung
Der mit ......€ wohl aktuell billigste Delorean am Markt mit deutscher Zulassung.
Für eine positive HU in 05.2024 wurden gemacht:
-Reifen neu
-Bremsen V+H neu (Scheiben + Beläge + Sättel)
-Beleuchtung auf EU Standard (Scheinwerfer mit E-Prüfzeichen + Blinkanlage umgebaut)
Der Wagen startet, fährt, hupt, bremst, macht erst mal alles was von einem Automobil zu erwarten ist.
Der Wagen wird angeboten von privat "AS IT IS" und steht an unserem Standort in 86477 Adelsried.
Der Verkauf erfolgt zu ......€ von Privat in Auftrag und im Namen des privaten Eigentümers.
DELO FAHREN FÜR WENIGER GEHT NICHT!






















